




Seine eigentliche Schauspielausbildung machte Reeve 1974 an der Juilliard School in New York. Mit seinem Kommilitonen Robin Williams verband ihn bis zuletzt eine enge Freundschaft. Ab 1976 spielte er in zahlreichen Kinofilmen mit. Weltweit bekannt und unvergesslich wurde Reeve 1978 als "Superman" in dem gleich-namigen Blockbuster. Die Rolle bekam er unter den mehr als 200 Bewerbern wegen seiner Erscheinung und seiner guten Vorbereitung.
Am 27. Mai 1995 erfuhr Reeves bisheriges Leben einen schweren Einschnitt: Bei einem Reitunfall stürzte der Schauspieler derart unglücklich, dass er vom Hals abwärts querschnittsgelähmt blieb. Nach fast zehn Monaten Behandlung wurde er aus dem Krankenhaus entlassen. Seitdem saß er in einem computerbetriebenen Rollstuhl, den er nur mit dem Mund steuern konnte, und war weitgehend auf ein künstliches Beatmungsgerät angewiesen.
Doch statt sich seinem Schicksal zu ergeben, übte Reeve mit eisernem Willen an seiner körperlichen Verfassung und widmete die restliche Energie der Förderung der Stammzellenforschung. Reeve sammelte Spenden, gründete eine Stiftung zur Förderung dieser Forschung und verlangte bei den Vereinten Nationen nach einer Konvention für die Rechte von Behinderten. Außerdem richtete er mit seiner Frau Dana eine Informationszentrale für Ergebnisse zur Therapie und möglichen Heilung von Querschnittlähmungen ein. Seine Erfahrungen hielt er in dem Buch "Nothing is Impossible: Reflections on a New Life" (Nichts ist unmöglich: Reflexionen über ein neues Leben) fest.
Mit seinem Unfall verschwand Reeve auch nicht aus dem Filmgeschäft: 1997 gab er mit dem Fernsehfilm "In the Gloaming" sein Regiedebüt. Der Film erzählt die Geschichte eines Aidskranken (Robert Sean Leonard), der zum Sterben ins Haus seiner Eltern zurückkehrt. Auch als Schauspieler war Reeve wieder tätig: so ver-pflichtete ihn ABC in der Neuversion des Hitchcock-Thrillers "Rear Window" ("Das Fenster zum Hof") wofür er den Filmpreis der "Screen Actors Guild" erhielt.
Im September 2002 wurde bekannt, dass Christopher Reeve durch eine Elek-troschocktherapie wieder Berührungen spüren und sein rechtes Handgelenk sowie einige Finger und Zehen bewegen konnte. Bald darauf wurde bekannt gegeben, er könne nach einer Operation nun wieder ohne Atemgerät leben. Doch das Schick-sal, das er nicht bereit war kampflos hinzunehmen, hatte anderes mit ihm vor. Am 10. Oktober 2004 fiel der Schauspieler nach einer Herzattacke ins Koma aus dem er nicht mehr erwachte. Reeve war verheiratet und hatte einen zwölfjährigen Sohn. .
