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Der spanische Maler Sal-vadore Dali starb eben-falls an einem 23. Januar – Newton durfte als Einzi-ger den sterbenden Dali vor 15 Jahren fotografie-ren. Die Astrologin Ruth Zucker glaubt bei den identischen Todesdaten nicht an einen Zufall...   

 


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Helmut Newton
31. Oktober 1921 – 23. Januar 2004
Mit einem Tageshonorar von 5.000 Dollar plus Spe-sen gehörte Helmut Newton zu den best bezahltesten Fotokünstlern der Welt. Seine Fotos sprechen eine kühl abstrakte Sprache und sind unverwechselbar. Selbst im Alter von 83 Jahren war Helmut Newton noch eine sehr aktive Persönlichkeit mit der Aus-strahlung eines knapp Sechzigjährigen.
Der Tod ereilte ihn in Los Angeles, USA, im gleichen rasanten Tempo, wie er gelebt hatte: Gegen Mittag verlor Newton die Kontrolle über seinen Cadillac und raste gegen eine Wand auf der gegenüberliegenden Straßenseite – vermutlich Herzinfarkt...

Helmut Newton wurde am 31. Oktober 1921 als Kind jüdischer Eltern in Berlin ge-boren. Seine ersten Fotomotive suchte er mit 12 Jahren in der Berliner U-Bahn, dann ging er mit Sechzehn in die Lehre bei der Berliner Starfotografin Elsie Simon, mit der er bis zur Flucht seiner Familie vor dem nazionalsozialistischen Deutschland 1938 zusammenarbeitete. Mit einer zweijährigen Zwischenstation in Singapur wo er bei der Singapore Straits Times eine Anstellung als Bildreporter fand (und zwei Wochen später wieder "wegen Unfähigkeit" gefeuert wurde) wanderte die Familie 1940 in Australien ein, wo Newton die australische Staatsbürgerschaft erhielt und fünf Jahre als einfacher Soldat in der australischen Armee verbrachte. Nach seiner Entlassung aus der Army eröffnete er ein kleines Fotostudio in Melbourne.

1948 heiratete er die Schauspielerin June Brunell (Browne), die sich ab 1970 unter dem Namen Alice Springs ebenfalls als Fotografin einen Namen machte und auch seine Arbeit nachhaltig beeinflusste. Ab Beginn der 60er Jahre arbeitete Helmut Newton hoch bezahlt, jedoch auch gerne über seine Verhältnisse lebend, für Vogue, später auch für Linea Italia-na, Elle, Jardin des Modes und andere bekannte Magazine.
Neben seinen umstrittenen Aktfotos porträtierte Newton Per-sönlichkeiten wie Salvadore Dali, den deutshen Kanzler Gerhard Schröder, Claudia Schiffer oder Pierre Cardin. Im Oktober 2003 überließ er der Stiftung "Preußischer Kultur-besitz" in Berlin eine umfassende Fotosammlung, welche die Grundpfeiler seines Lebenswerkes dokumentiert und in der ehemaligen Kunstbibliothek am Bahnhof Zoo untergebracht werden soll. In Berlin feierte er seinen 80. Geburtstag.
Helmut Newton hatte zuletzt seinen Lebensmittelpunkt nach Monte Carlo verlegt; den Winter verbrachte er jedoch stets im  kalifornischen  Los Angeles  im  Hotel  Chateau Marmont,
von wo er auch seine letzte, tödliche Fahrt antrat. "Ich habe selten jemanden erlebt, der das Leben so geliebt und genossen hat wie Helmut und seine Frau June", er-klärte Vogue-Chefredakteurin Phyllis Posnick nach Netons Tod. "Er war offen, groß-zügig, warmherzig und lieb. Und er hatte ein tolles Leben..."
Gegangen, aber unvergessen...