Gegangen, aber unvergessen...



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Nah-Tod-Erfahrungen kommen von Menschen, die über einen kur-zen Zeitraum klinisch tot waren und wieder reanimiert wurden. Viele berichten später von der Loslösung ihres Körpers und von einem hellen Licht, auf das sie zugingen. Andere von akustischen nie zuvor gehörten Geräuschen...

Leben nach dem Tod
Raymond A. Moody schrieb zahlreiche Bücher über das Leben nach dem Tod. Auslöser für seine Forschungen war der Bericht eines Medizinprofessors auf seiner Universität, den man einmal für "klinisch tot" erklärt, der dann jedoch überlebt hatte und seine Nah-Tod-Eindrücke an seine Stu-denten weitergab. In seinem Bestseller "Leben nach dem Tod" schreibt Moody: "Auf Grund meiner Erfahrungen mit verschiedensten Zuhörern kann ich mit Gewißheit sagen, dass dieses Thema bei Menschen der unterschiedlichsten Wesensart und Lebenserfahrung die heftigsten Gefühlsreakti-onen auslöst. Doch so stark das Interesse zweifellos ist, so wenig ist an der Tatsache zu rütteln, dass es den meisten von uns sehr schwerfällt, über Tod zu sprechen..."

Moody zitiert zahlreiche Nah-Tod-Erfahrungen in seinem Buch und kommt zu dem Schluss, dass sich während des Sterbens die körperliche Bedrängnis eines Menschen dem Höhepunkt nähert und dieser auch oft hört, wie ihn der Arzt für tot erklärt. Dann nimmt er ein meistens als "unangenehm" empfundenes Geräusch wahr – ein durchdringendes Läuten oder Brummen – und zugleich hat er das Gefühl, sich sehr rasch durch einen langen, dunklen Tunnel zu bewegen...

Bei insgesamt 150 Befragten entdeckte Moody etwa 15 etwa gleichlautende Übereinstimmungen. An oberster Stelle stand dabei die "Unbeschreiblichkeit" dieser nie zuvor auch nur ähnlich erlebten Eindrücke, welche den Befragten ein "angenehmen Gefühl von Friede und Ruhe" beschehrten. Fast alle hörten dabei aber auch ein "unangenehmes Geräusch" und fast gleichzeitig fühlten sich die Sterbenden durch "sehr schnell durch einen dunklen Tunnel gezogen". Ferner sahen die Sterben-den "ein sehr helles, nicht blendendes, lebendiges Licht", das ihnen "eine unbeschreibliche Liebe und Wärme zuströmen ließ".

Ähnliches berichten auch andere Autoren, wie die eidgenössische Ärztin und Sterbeforscherin Eli-sabeth Kübler-Ross, ("Über den Tod und das Leben danach"). Vollblutwissenschaftler halten sich da eher etwas bedeckt. Freud und Feuerbach sahen im Jenseitsglauben lediglich eine infantile Selbsttäuschung ("Was ich mir wünsche, muss es auch geben"), dem sich auch der Autor Ray O. Nolan anschließt. "Derartige Phänomene – auch der Glaube an Prophezeiungen, Wiedergeburt und an die Unsterblichkeit der Seele", so der Autor, "offenbaren sich in der Regel nur sehr gläubigen Menschen, die in einer völlig vorurteilslosen Art und Weise derartige Visionen als Beweis für das kaum Begreifbare ansehen. Im Zustand des Sterbens – ich spreche jetzt von einem sich "normal" entwickelnden Sterben, nicht vom plötzlichen Weggerissenwerden im Krieg oder bei Unfällen – in diesem Zustand des Sterbens sind wir vorurteilslos und wehrlos allen Eindrücken ausgesetzt. Ohne jegliche Chance, logisch oder vernünftig zu denken und zu reagieren.

Wenn wir so denn im Zeitpunkt des Todes auf ein imaginäres helles, warmes und schönes Licht zugehen, ist das einfach eine tolle Sache, die uns das Sterben einfacher, ja fast erstrebenswert macht. Ganz gleich, ob eine solche Erscheinung oder Vision nun göttlich-spirituell oder nur ein Phantasietraum des dahinsterbenden Hirns ist: – wir sollten dieses Geschenk dankend annehmen. Denn es lässt unser Sterben zu einem letzten irdischen phänomenalen Höhepunkt werden..."

Lars A. Fischinger ("An der Schwelle des Todes") schreibt: "Bei einem so genannten "Sterbeerlebnis" erfährt der Betroffene plötzlich das Gefühl, dass sein Inneres, sein Ich oder schlicht seine Seele sich von seinem physischen Körper trennt und beginnt, über dem ganzen Schauplatz der Ereignisse zu schweben... Nur Augenblicke später scheint sich eine Art Tunnel zu öffnen. In diesen langen Tunnel nun fühlt sich der Betroffene oftmals "hineingezogen" und schwebt bis zu einem hellen, aber nicht blendenden Licht am Ende des Tunnels. Wenn nun der Betroffene in dieses Licht am Endes des langen Tunnels eintritt, so findet er sich in einer rätselhaften Umgebung wieder. Vielfach wurde dieses "Jenseits" mit einem Garten oder einer grünen Wiese verglichen. Wunderschöne Blumen und eine fast schon himmlische Schönheit prägen diese Szene. Übereinstimmend berichteten Be-troffene, dass sie an diesem Ort der Glückseligkeit ein unbeschreibliches Gefühl der Liebe, Ruhe und Geborgenheit verspürten, das mit nichts vergleichbar sei, das sie jemals zuvor erlebt haben..."

Der Sterbeforscher Bernard Jakoby ( "Auch du lebst ewig") begreift den Tod als Übergang in eine andere Form des Seins. Jakoby arbeitet seit l5 Jahren als Dozent für Sterbeforschung und als Ster-bebegleiter. Er leitet Seminare und Gruppen über den angstfreien Umgang mit dem Sterben. In seinem interessanten Buch hat auch er die Ergebnisse der modernen Sterbeforschung zusammen-gefasst. Der Autor bringt viele verblüffende Beispiele, die belegen sollen, dass z.B. neurophysiolo-gische Halluzinationen aus Sauerstoffmangel kaum möglich sein können. Andererseits hätten Neu-rologen eine "Schaltstelle der Mystik" im rechten Schläfenlappen direkt über dem rechten Ohr mitten im Gehirn entdeckt. Stromstöße in dieser Region zeigten, dass es dadurch zu außerkörperlichen Erfahrungen kommen kann, zum Sehen von Geistgestalten oder zu einem Lebenspanorama. Es fehlte dabei jedoch immer das Erlebnis des überwältigenden Lichtes von denen fast alle Nah-Tod-Patienten berichteten.

Noch einmal Lars A. Fischinger: "Kritiker der Nah-Tod-Erfahrungen wenden ein, dass diese Erfah-rungen des Verlassens des Körper eine reine Schutzfunktion des Gehirns ist – das menschliche Gehirn setzt ein Austreten aus dem irdischen Körper als eine Art Schutzmechanismus ein. Die Ausschüttung des Glückshormons Endorphin begleitet diesen Tatbestand, wodurch der Betroffene zusätzlich das Gefühl grenzenlosen Glücks und Friedens erlangt...

Vor einigen Jahren machte Medaille Lowrence ein einfaches wie erstaunliches Experiment, wie es die BBC 1999 berichtete. Über einem Operationstisch wurde eine Leuchtschrifttafel montierte, auf der man nach dem Zufallsprinzip Wörter aufleuchten ließ. Diese Tafel war aber nur dann zu sehen, wenn der Betrachter oberhalb des Bettes, also praktisch an der Decke schweben würde. Der Ge-danke hinter diesem Versuch war der, dass ein Mensch, der eine außerkörperliche Erfahrungen durchlebt haben will, diese Wörter hätte lesen können müssen. Ein Jahr lang blieb diese Vorrichtung aufgebaut und in dieser Zeit verloren 24 Patienten vollkommen das Bewusstsein. Das Ergebnis war jedoch ernüchternd, denn keiner jener Patienten, die meinten, eine solche Nah-Tod-Erfahrung gemacht zu haben (es waren nur drei), konnte sich später an irgendwelche Wörter erinnern..."

Was bleibt ist also die Hoffnung und der Glaube, dass mit dem körperlichen Tod unser geistiges ICH, die Seele, in eine wunderschöne andere Welt entgleitet und es nicht unsere Endorphine sind, die uns ein derartiges Erlebnis vorgaukeln. Die niederländischen Physiker Dr. Zaalberg van Zelst und Dr. Malta geben da Hoffnung. Sie haben Sterbende direkt vor und nach ihrem Tod gewogen und festgestellt, dass die Seele den Körper verlassende fast immer 69,5 Gramm wiegt – denn dies war das Gewicht, das den Verstorbenen nach ihrem Tod plötzlich fehlte...

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Ein bißchen Tod...
Raymond A. Moody
Leben nach dem Tod

Zahlreiche Fallbeispiele
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